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StartseiteMAGNachrichten1,1 Tonnen Kokain an Board

1,1 Tonnen Kokain an Board

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Geschrieben von: Johannes Winkler | 07. Juli 2011

Mit 1,1 Tonnen Kokain im Wert von 42 Millionen Euro segelte ein Paar von der Insel Föhr durch die Karibik - und wurde vom Zoll erwischt. Nun gab das Bundeskriminalamt erste Details bekannt.

Das Bundeskriminalamt (BKA) ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg und in Abstimmung mit französischen und spanischen Behörden bereits seit September 2009 gegen eine internationale Bande. Es bestand der Verdacht, dass diese Gruppe große Mengen Kokain mit einer Segelyacht aus der Karibik nach Europa schmuggelt. "Zu den Verdächtigen zählen ein Mann und eine Frau von der Insel Föhr", so ein BKA-Sprecher. Der Föhrer bietet Segeltörns in der Karibik sowie Schiffsüberführungen an. Er soll Anfang 40 Jahre sein, ist geschieden, hat zwei Kinder.

Nachdem im vorigen Jahr bereits ein Transportversuch gescheitert war, legten die beiden Tatverdächtigen aus Schleswig-Holstein am 27. Juni mit einer Segelyacht von der Karibikinsel Grenada ab und ankerten in der Nacht zum 29. Juni vor der Isla Blanquilla (Venezuela). Einen Tag später schipperte sie in Richtung der Insel St. Maarten (Karibik). Dort schlug ein Patrouillenboot des französischen Zolls zu und brachte die Yacht auf. "Die beiden deutschen Besatzungsmitglieder wurden festgenommen", bestätigt ein BKA-Sprecher.

Bei der Durchsuchung der Segelyacht entdeckten die Beamten hinter den Wandverkleidungen mehr als 1,1 Tonnen Kokain im Wert von 42 Millionen Euro. Bei den anschließenden Durchsuchungen von Wohnungen und Geschäftsräumen auf Föhr, in Hamburg, Niedersachsen und Duisburg sowie Finanzermittlungen wurden 400.000 Euro Bargeld, 900.000 Euro an Vermögenswerten, zahlreiche Unterlagen und elektronische Speichermedien beschlagnahmt.

Und es gab weitere Festnahmen: In Alicante (Spanien) ging der Polizei am Dienstag ein niederländischer Tatverdächtiger ins Netz. Außerdem ein Südafrikaner, der die mit Kokain beladene Segelyacht aus der Karibik über den Atlantik nach Europa steuern sollte.

Für das BKA ist dieser spektakuläre Fall eine weitere Bestätigung dafür, dass über die Drehscheibe "Karibik" große Mengen Kokain auf Hochseeyachten nach Europa transportiert werden.
Quelle: shz


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