Föhr MAGazine
| 06. Januar 2012
„Wenn die Leidenschaft zur Musik im Vordergrund steht“Everybody Loves The Sunshine (kurz „ELTS) am 29.12.2011, Nationalparkhalle, Wyk auf Föhr
Welch ein Feuerwerk brannte, als die ungewöhnliche Band ELTS um den Bassisten und Bandgründer Daniel Stritzke, die Bühne stürmten und die Nationalparkhalle in Wyk auf Föhr zum kochen brachten. Mir ist nicht bekannt, dass es eine ähnliche Zusammenstellung gibt, wie diese einzigartige Band. Eine gelungene Mischung aus dreizehn Musikern, einer breit gefächerten Spannweite an Musikstilen, wie der Musical-, Pop/Rock- sowie Jazzszene.
Es ist immer wieder eine gefragte Veranstaltung, wenn Daniel alle seine terminlich schwer unter einen Hut zu bekommenen Bandmitglieder zusammen bekommt und nicht nur die Insulaner sich freuen, wenn wenigstens zwei Termine im Jahr zu Stande kommen. Einmal im Sommer und mindestens einmal im Winter kurz vor Silvester treffen sich die befreundeten jungen Musiker, um mit viel Leidenschaft und Spass an der Musik eine riesige Party mit uns zu feiern. Dieses Jahr wiederholte sich das Winter-Event schon zum dritten Mal und kam mit einer schon bekannten Besetzung.
Gesang: Matthias Bollwerk, Joscheba Schnetter, Anna-Maria Testroet, Paulina Plucinski
Trompete: David Mechsner
Saxophon: Martin Meißner
Posaune / Tuba: Lisa Stick
Baritonsaxophon: Natascha Protze – barisax
Keyboards: Claas Abert, Christoph Spangenberg
Gitarre: Heiko Fischer
Bass: Daniel Stritzke
Schlagzeug: Hans-Jakob Schüler
Mit 600-700 verkauften Karten, war die Nationalparkhalle ausverkauft und das Konzert konnte wie angekündigt pünktlich um 21:30 Uhr starten. Mathias Bollwerk führte geschickt durch das Programm und überzeugte nicht nur gesanglich sondern auch durch seine lockere und mitreißende Art. Eine bunte Mischung aus mehreren Musiksparten rieselte übers Publikum welches fasziniert lauschte, tanzte oder mitsang. Unter Anderem waren Stücke vertreten wie „Trio Rio - New York Rio Tokyo“, „Robbie Williams & Kylie Minogue - Kids, „Gossip -- Heavy Cross“, „Christina Aguilera, Lil' Kim, Mya, Pink - Lady Marmalade“, „Owl City - Fireflies", „Kings of Leon - Sex on Fire“ oder auch „Cee Lo Green - Fuck You", „Fettes Brot – Jein“und vielen mehr, eine gelungene Mischung Pop, RnB, HipHop, Funk/Soul, Rock und Electro. Nach zwei Stunden überwältigender Party und diverser Zugaben, war nun auch schon der Auftritt vorbei aber die meisten der Partymeute wollte noch nicht gehen und wurde von „DJ Limbo“ bei Guter-Laune-Musik und Partyklassikern noch lange in der Halle gehalten.Ein unvergesslicher Abend, der noch lange Gesprächsthema Nummer eins auf der Insel ist und auch bei mir einen festen Termin im Kalender verdient hat.
Nach dem Konzert stand mir Daniel für ein kurzes Gespräch zur Verfügung und wir plauderten über die Anfänge von ELTS, die Arbeit drumherum und die Zukunft.
Vor drei Jahren fing alles an mit dem Abiball, der kleinen Schwester von Daniel. Als Überraschung sollte eine Band zusammen gestellt werden, die dort auftreten sollte. Wie Daniel auf jeden einzelnen Musiker der Band gekommen ist, interessierte mich besonders.
Drei aus der Band kannte Daniel schon aus Schulzeiten und mit Heiko, Christian und Christoph ist er regelmäßig mit der Band Stanfour unterwegs. Matthias kannte Daniel durch sein Studium in Berlin und dieser war auch der Erste, der fest zusagte für ELTS. Claas war bei den Anfängen von „Fischer-Spangenberg-Quartett“ (früher „Heiko Fischer Quartett“) als Pianist mitgespielt, konnte dies durch sein Studium nicht mehr verfolgen, half aber gerne bei ELTS aus. Paulina kam durch einen Vorschlag von Christoph und konnte im Sommer 2011 leider terminlich nicht mit dabei sein, worauf Joscheba gerne aushalf und seitdem mit zur Besetzung gehört.
Da die Termine immer schwer unter einen Hut zu bekommen sind, kommt es schon mal zum Wechsel in der Bandbesetzung, je nachdem wer gerade Zeit hatte, doch ist es immer auch ein besonderer Moment für die jeweiligen Musiker, wenn sie dann aufeinander treffen und zusammen Musik zu machen. Die Musikauswahl der einzelnen Stücke entsteht spontan unterwegs, z. B. hört Daniel ein Lied unterwegs, wird dieses aufgezeichnet und notiert.
Die Vorschläge werden dann von allen gesammelt, abgesprochen und auf Spielbarkeit geprüft. Allerdings wird die endgültige Setlist durch Daniel festgelegt, da er durch seine Arbeit als DJ im „Olympic“, die einzige Diskothek auf Föhr, das Föhrerpuplikum kennt und ein zu schätzen weiß. Die Noten für die einzelnen Instrumente werden jedes einzeln nach Gehör neu geschrieben, da diese aus dem Internet und Büchern nicht immer verfügbar oder vollständig sind und das umschreiben von vorhandenen genauso Aufwendig ist, wie sie neu zu schreiben. Das neue Aufstellen der Noten ist sehr aufwendig und braucht viel Erfahrung, wo ihm gerne hauptsächlich Christoph und Heiko zur Seite stehen. Bei den Sängern stellen diese sich selbst die Noten zusammen und sprechen sich über die Einsätze untereinander ab.
Dieses Mal standen die Stücke für das Event einen Monat vorher fest und alle Musiker mussten sich allein Vorbereiten, um dann zwei Tage vor dem Auftritt das erste Mal in den Proben gemeinsam mit den Anderen zu spielen und ab zu stimmen. Für das harmonische Zusammenspiel aller, spricht die musikalische perfekte Vorbereitung, der Professionalität jedes einzelnen Vollblutmusikers, sowie ihrer gemeinsamen Leidenschaft und dem Spass an diesem Abend, der mit jeder Minute zu spüren war.
Natürlich gab es auch schon Rufe nach Konzerten auf dem Festland, worüber auch Daniel nach dachte. Doch kann man sie schwer umzusetzen, da die Bandmitglieder schwer für gemeinsame Termine zu bekommen sind. 2012 steht das Diplomkonzert von Daniel an und es wäre gut möglich alle zu diesem Termin zusammen zu bekommen und ein Festlandkonzert zu geben. Auch wurde schon mal nach einer größeren Lokation für ein Konzert geschaut, doch feste Pläne gibt es hierzu noch nicht. Dieser Beitrag wurde verfasst von Sandra Clemente
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Die von der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) an die Niederlande verkaufte MS Schleswig-Holstein ist inzwischen in ihrer neuen Heimat angekommen. In einer Werft in Harlingen wurde sie während eines Zwischenstops von innen und auch außen einer Verschönerungskur unterzogen und auf ihren künftigen Einsatz im Fährverkehr vorbereitet.